Abschiedsbrief

Liebe Gemeindemitglieder!
Liebe Freunde!

Mit einer Mischung aus Dankbarkeit, Verwunderung und Wehmut schreibe ich diesen Brief.
Im Mai dieses Jahres werde ich meine Dienstzeit hier in Hude nach knapp siebeneinhalb Jahren beenden. Gleichzeitig ist das Ende dieser Zeit in Hude - wie viele wissen - jedoch auch die Schwelle zum Lebensabschnitt "Ruhestand".

Die Zeit in Hude war so nach vielen anderen spannenden und aufregenden Abschnitten meines Berufslebens schon ein besonderes Finale. Ich bin sehr gerne hier gewesen und muss gestehen, dass wohl ein Stück von mir hier in Hude bleiben wird. Vielen Begegnungen in schweren und frohen Stunden, viele Gespräche, die Gottesdienste und viele andere Veranstaltungen und Freizeiten haben Verbindungen entstehen lassen, die ganz bestimmt auch weiterhin einen Platz in meinem Leben, in meiner Erinnerung haben werden. Ganz besonders jedoch ist diese letzte Zeit geworden durch die Erfahrungen während meiner schweren Krankheit. Sie hier in Hude haben für meine Frau und mich in dieser ungewissen und schmerzlichen Zeit ein Sicherheitsnetz gespannt und gehalten, wie ich es mir vorher nie habe vorstellen können. Voller Dankbarkeit schaue ich zurück.

Ja, und dann ist da meine Verwunderung. Nach etwas mehr als 39 Jahren Berufsleben stehe ich zwischen denen, die sagen: "Das ist wirklich lange genug" und denen, die ebenso wie ich fragen "Wo ist die Zeit geblieben?". Dass ich mir nun aber sehr wohl mit einer gewissen Vorfreude den Ruhestand vorstellen mag und kann, wird sicherlich jeder verstehen. Und trotzdem ist mit dem Abschied aus Hude auch Wehmut verbunden. Was ich hatte, weiß ich; was kommt, weiß ich noch nicht. Ich bin sicher, dass die eine oder andere Verbindung bestehen bleibt und unser Auto weiterhin manches Mal den Weg nach Hude finden wird.
Mir kommt es so vor, als sei die Jahreslosung speziell für alle Menschen bestimmt, die sich in einer Phase der Veränderung befinden. Gott spricht: Siehe ich will Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr´s denn nicht? Ein klarer Blick für alle Chancen, die Gott uns für unser Leben anbietet, möge uns geschenkt werden!

Ihnen allen sagen meine Frau und ich herzlichen Dank!
Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen eine weiterhin lebendige Gemeinschaft und Gottes gutes Geleit!

Ihre Margret und Klaus Pöppelmeier

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