Unter
dem Motto "Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht"
stand das Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde Hude. Gefeiert
wurde der 800. Geburtstag von Elisabeth von Thüringen, Landgräfin
und Namensgeberin der St. Elisabeth-Kirche.
Mit einem Familiengottesdienst begannen die Feierlichkeiten. Vor der brechend vollen Kirche zeigte die Klasse 4a der Grundschule Hude-Süd unter Leitung von Mechthild Walk ein Theaterstück zum Leben und Wirken Elisabeths. Ihr aufopferungsvolles Leben für die Armen, Kranken und Schwachen wurde ebenso dargestellt wie das "Rosenwunder". Es berichtet, dass Elisabeth sich mit einem Korb voller Brot zu den Armen schleichen wollte und sich das Brot, als sie erwischt wurde, in lauter Rosen verwandelt hatte.
In Anlehnung an das "Rosenwunder" wurden an alle Besucher als Symbol der tätigen Nächstenliebe Rosen verteilt, die Konfirmanden und Kindergartenkinder gebastelt hatten. Außerdem wurde mit der Verteilung von Stoffquadraten die Aktion "Mantel der Barmherzigkeit" gestartet. Die Stoffquadrate sollen mit christlichen Symbolen verziert werden und anschließend auf einen Mantel aus blauem Seidenstoff genäht werden, um zu verdeutlichen, wie Elisabeth mit ihrer Barmherzigkeit ihren fürstlichen Ursprung überdeckte. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag bei dem Catherinenchor und Bläserkreis.
Im Anschluss an den Familiengottesdienst fand im Martin-Luther-Gemeindehaus
ein gemeinsames Grillen statt. Der ev. Kindergarten Regenbogeninsel hatte
Bastelangebote für die Kinder organisiert.
Vikar
Stefan Beyerle, der das Gemeindefest zu Ehren Elisabeth von Thüringens
zusammen mit Pastor Reiner Backenköhler organisiert hat, ist mit der
Resonanz "mehr als zufrieden." "Die Kirche war so voll, dass
einige Leute sogar stehen mussten", sagt er. "Und das Theaterstück
war ein Riesenerfolg."
Am Nachmittag trat die Jugendbrassband auf und Senioren trafen sich bei
Kaffee und Kuchen zum Erzählcafé der Diakonie-Sozialstation.
Der Gospelchor brachte die Besucher mit schwungvollen Liedern in Bewegung.
In der Elisabeth-Kirche fanden am Nachmittag kurze Lesungen und Vorträge
statt, in denen Interessierte mehr über Elisabeth von Thüringen,
ihr Leben und ihre Bedeutung erfahren
konnten.
Zum Abschluss des Elisabeth-Festes wurde in der Kirche ein Erzählstück
gezeigt. Neben Pastor Reiner Backenköhler und Vikar Stefan Beyerle
waren auch einige Jugendliche beteiligt. Der Gospelchor sorgte abermals
für die musikalische Gestaltung.
Mit dem Elisabethfest sind die Feierlichkeiten zum 800. Geburtstag der Elisabeth von Thüringen noch nicht abgeschlossen. Im Herbst finden Vorträge über das Leben der Elisabeth sowie eine Diskussion über Heilige in der Kirche statt, bevor im September zusammen mit der katholischen St. Marien-Gemeinde der "Mantel der Barmherzigkeit" fertig gestellt wird.
Tjalke Weber