Kinderhaus Frieda in Lomé/Togo

Auf der gut besuchten Sommerabendandacht in Lintel wurden über 200 € für das Kinderhaus Frieda gespendet. Dafür sei sehr, sehr herzlich gedankt. Während des Abends wurde der Wunsch geäußert, noch mehr über das Kinderhaus Frieda in Togo zu erfahren.

Zur Zeit sind ja gerade wieder einige Huder in Togo unterwegs, die sicherlich im (Spät)herbst von den neuesten Entwicklungen berichten werden. Der Termin wird in der Presse bekannt gegeben. Heute schon einmal Informationen und Bilder zum Kinderhaus Frieda, die ich der Homepage der DAZ entnommen habe: http://www.daz-eu.de

A. Tegtmeyer

„Im Kinderhaus Frieda werden Waisenkinder aufgenommen, deren Eltern an AIDS verstorben sind. Die Kinder selbst sind nicht an AIDS erkrankt.

Im Sommer 2004 wurde in Lomé der Verein Association Aide aux Enfants Orphelins du SIDA (Hilfe für AIDS-Waisenkinder) gegründet. Dieser leitet das Kinderhaus. Auf deutscher Seite leitet das Projekt Frau Bernade Hartrampf- Yovogan aus Schwerin. Sehr engagiert arbeitet die Togogruppe in Hude unter Leitung von Herrn Wolfram Hartrampf und Herrn Dr. Jürgen Onken. Regelmäßig besuchen DAZ-Mitglieder das Kinderhaus. (DAZ = Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit e.V)

In Zusammenarbeit mit DAZ begann im Sommer 2005 der Bau des Kinderhauses. Die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und die Bonita-Stiftung haben die Investition finanziell unterstützt.

So entstanden zwei Kinderhäuser mit jeweils zwei Schlafräumen für 6 Kinder und ein Zimmer für eine Kindermutter. Außerdem gibt es ein Wirtschaftsgebäude mit Küche, Vorratsraum und einem Wohn- /Eßzimmer für alle.

Im September hat ein weiterer Bau begonnen. Ein offener Pavillon soll vor Regen und Sonne schützen und mehr Platz zum Arbeiten und Spielen ermöglichen. Die Mittel für den Bau des Pavillons hat der Rotary-Club Delmenhorst-Geest gespendet.

Dazu entsteht ein Haus mit einem Computerschulungsraum, einem Büro für den Geschäftsführer und zwei Gästezimmern, die vor allem für die Praktikanten gedacht sind.

Am 11. August 2006 wurde die Eröffnung des Kinderhauses mit einem fröhlichen Fest gefeiert. Im Waisenhaus können bis zu 24 Kinder ein Zuhause finden. Sie werden betreut von Kindermüttern, die auch auf dem Gelände wohnen. Praktikantinnen aus Deutschland unterstützen sie dabei.

Zurzeit leben 19 Kinder im Kinderhaus. Sie gehören verschiedenen Volksgruppen an. Zwei sprechen nur ihre Volkssprache und nicht Französisch, die Amtsprache in Togo. Sie müssen jetzt Französisch lernen, da sie sonst keine Chance in der Schule haben. Denn dort wird - wie überall in Togo - in Französisch unterrichtet.

DAZ hat die Verantwortung für die laufenden Kosten im Kinderhaus übernommen. Die Kosten für ein Kind betragen pro Monat rund 50 €. In diesem Betrag enthalten sind auch die medizinische Versorgung und die schulische Ausbildung.

DAZ sucht Paten für die Kinder. Die Paten übernehmen teilweise oder ganz die Betreuungskosten für ein Kind. Direkter Kontakt zu dem Patenkind ist möglich und wird auf Wunsch vermittelt.

Im April 2008 hat eine neue Praktikantin im Kinderhaus Frieda ihre Arbeit aufgenommen. Nach Alissa Hoss und Mareike Facklam ist Johanna Kastner die 3. Praktikantin, die über mehrere Monate im Kinderhaus mitarbeitet.

Sie hat Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität in Weimar studiert. Sie will mit den Kindern einen Film drehen, der das Leben der Kinder im Kinderhaus zeigt. Dabei will sie auch zeigen, wie die Menschen in Togo leben.“

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