Im letzten Jahr hatte die Kirchengemeinde für die Sanierung des Glockenturmes gesammelt. Die Aktion fand bei den Hudern so viel Unterstützung, dass bald die nötigen Mittel für diese Maßnahme bereitstanden und mit den Arbeiten begonnen werden konnte.
Herzstück der Maßnahme ist die Erneuerung der Joche und der Klöppel. Die Joche, an denen die tonnenschweren Klangkörper aufgehängt sind, waren bisher aus Stahl gewesen, was den Klang der Glocken sehr hart und schrill erscheinen ließ. Diese wurden nun durch Holzjoche ersetzt, die die Vibrationen nicht mehr auf das Gestänge übertragen und damit den Glockenton weicher erscheinen lassen.
Ebenso wurden die bisherigen Stahlklöppel durch Bronzeklöppel ersetzt. Auch diese lassen die Glocken weicher und zugleich voller erklingen. Schließlich wurde die Holzverschalung erneuert, die morsch geworden war.
Während der Maßnahme fanden die freigelegten Glocken so großen ’Anklang’, dass viele Huder, Erwachsene wie Kinder, kamen, um die Glocken nicht nur zu hören sondern auch zu sehen. Dies führte zu dem allseitigen Wunsch, dass man doch die Glocken auch künftig nicht mehr ’verstecken’ sollte und ob nicht Sichtfenster eingebaut werden könnten.
Und wie beim Beginn der Maßnahme kam nach der Idee auch schon die finanzielle Unterstützung. Deswegen konnte das ’Projekt Glockenturm’ noch nicht abgeschlossen werden. Zurzeit verhandelt die Kirchengemeinde mit dem Oberkirchenrat, wie solch eine Öffnung des Glockenturmes technisch und optisch möglich ist. R. Backenköhler
R. Backenköhler