Zweite Schulung zur Betreuung demenzkranker Menschen
abgeschlossen

Entlastung pflegender Angehöriger wird weiter ausgebaut

In einer immer älter werdenden Gesellschaft nimmt der Anteil an Demenz erkrankten Menschen zu. Viele dieser Menschen werden im häuslichen Umfeld versorgt und gepflegt, was für die Angehörigen trotz professioneller Hilfe durch Pflegedienste eine enorme körperliche und emotionale Belastung darstellt.

Um den Angehörigen in dieser Situation eine Entlastung anzubieten, haben die Diakonie-Sozialstationen Hude und Stedingen eine zweite Schulung für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Betreuung demenzkranker Menschen durchgeführt.

Das Projekt „Atempause“ der Diakonie- Sozialstation Hude hat in der Diakonie-Sozialstation Stedingen in Berne zehn Teilnehmerinnen geschult, die am 01. Oktober ihre Bescheinigung zusammen mit einer Sonnenblume überreicht bekamen.

Petra Janssen, die als Koordinatorin des Projektes „Atempause“ die Bescheinigungen zusammen mit der Pflegedienstleiterin der Diakonie- Sozialstation Stedingen, Gudrun Erichsen, überreichte, zeigte sich begeistert über den Einsatz der zehn Frauen. „Ich freue mich, dass alle Teilnehmerinnen ehrenamtliche Betreuungen von demenzkranken Menschen übernehmen möchten.“ Schließlich gäbe es eine steigende Nachfrage und einige Menschen warteten bereits auf „ihre“ Betreuerin.

Auch Monika Zabel, Diplom- Pädagogin, die als Leiterin der Delmenhorster Seniorenhilfe bereits die erste Schulung im vergangenen Jahr übernommen hatte, lobte „die sehr interessierte und engagierte Gruppe“. Sie hatte die Teilnehmerinnen über sechs Wochen an sieben Tagen und insgesamt 22 Stunden auf eine zukünftige Betreuung von demenzkranken Menschen in der häuslichen Umgebung vorbereitet.

Begleitet wird die Gruppe weiterhin von der Diplom-Pädagogin Petra Janssen, die als Koordinatorin auch die Einsätze plant und den Kontakt zwischen den Angehörigen und den Betreuerinnen herstellt. Mit dem Projekt „Atempause“ bieten die Diakonie-Sozialstationen Hude und Stedingen eine stundenweise Betreuung von demenzkranken Menschen durch insgesamt dreizehn ehrenamtliche Mitarbeiterinnen an. Wie und in welchem Umfang eine Betreuung gestaltet werden soll, richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen.

So können regelmäßige Betreuungen vereinbart oder auch nach Absprache Einsätze geplant werden. Die entstehenden Kosten können unter bestimmten Voraussetzungen von der Pflegekasse als „zusätzliche Betreuungsleistungen“ übernommen werden.

Wer eine Betreuung durch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wünscht, kann sich unter 0152 07 33 81 49 bei Petra Janssen melden. Eine persönliche Beratung ist montags von 15 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr in der Diakonie- Sozialstation Hude, Parkstraße 52, oder nach Vereinbarung in der Diakonie- Sozialstation Stedingen möglich. Die Diakonie- Sozialstation Hude ist unter der Telefonnummer 0 44 08/60 70 7, die Diakonie-Sozialstation Stedingen unter 0 44 06/97 11 11 von montags bis freitags erreichbar.

Petra Janssen

 

Weitere Informationen