KIRCHE Ökumenischer Kreuzweg steht unter dem Motto "Stationen"
HUDE/TW
- Der ökumenische Kreuzweg der Jugend unter dem Motto "Stationen"
begann in Hude am Freitagabend im Martin-Luther-Gemeindehaus. Rund 50 Jugendliche
waren gekommen und bastelten zunächst ein rotes Filzkreuz als Anhänger.
Dann hörten sie Texte zum Thema "Dunkel", sangen und sprachen
ein Gebet. Anschließend machten sich alle auf den Weg.
Mit
Fackeln und einem großen Holzkreuz ging es zur katholischen St.-Marien-Kirche.
Dort war die nächste "Station". Dieses Mal lauteten die Themen
"Last" und "Hilfe". Jesu' Last auf seinem schweren Weg
zur Kreuzigung und die Hilfe von Frauen am Wegesrand wurden den Jugendlichen
in Texten vorgetragen und mit heutigen Situationen verglichen: "Kann
mal einer helfen?", etwa wenn eine Mutter mit ihrem Kinderwagen in
den Zug einsteigen will.
Nach diesen Stationen wurde der Weg fortgesetzt. An der Grundschule Hude-Süd
war der nächste Halt. Die Jugendlichen scharten sich etwas irritiert
um einen auf dem Boden sichtbaren Kreideumriss. "Hier ist doch niemand
umgebracht worden?", fragten sich manche. Den Umriss hatten jedoch
die vorbereitenden Jugendlichen gezeichnet, um das Thema der Station, "Verbrechen",
darzustellen.
Elf
Jugendliche von der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde in Hude
hatten sich mehrfach getroffen, um den Kreuzweg gemeinsam vorzubereiten.
"Das war eine tolle Sache", sind sich alle einig und wollen bald
wieder gemeinsam etwas organisieren.
Martin Domann, der die Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde Hude
organisiert und den Kreuzweg hauptverantwortlich geleitet hat, ist ebenfalls
sehr zufrieden. "Die Jugendlichen haben gut mitgemacht", sagt
er und freut sich: "Schön, dass es eine ökumenische Aktion
war." Das "schwierige" Thema vom Leidensweg und Sterben Jesu'
sei den Jugendlichen "gut vermittelt" worden. "Man spürt,
dass eine gewisse Sensibilität für dieses Thema vorhanden ist",
sagt Martin Domann.
"Endstation" war am Freitagabend nach gut einer Stunde schließlich
wieder am Martin-Luther-Gemeindehaus. Jesus ist gestorben, lautete die Botschaft,
sein Kreuz aber bleibt. "Als Zeichen des Todes, als Zeichen des Lebens"
schließt der Kreuzweg und macht den Jugendlichen Hoffnung auf Ostern,
Jesu' Auferstehung und die Überwindung des Todes. Das Filzkreuz nehmen
alle als Andenken mit.
Tjalke Weber