"Christus spricht: "Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!"
Bald feiern wir wieder Ostern - Fest der Hoffnung und des Sieges über
den Tod. Doch davor liegt die Passionszeit, in der wir das Leiden und Sterben
Jesu bedenken. Für viele eine Konfrontation mit ihren eigenen Ängsten,
mit den angstvollen Gedanken an den eigenen Tod und die Begrenztheit ihres
Lebens.
Das
Leben Jesu war ein Leben voller Leid. Er hat sein Leid angenommen, niemals
jedoch als solches gewollt oder gar gesucht. Er wollte das Ende allen Leids
(Lk. 4, 18f); sein Einsatz gegen alles Leid war so radikal, dass er dadurch
selbst in Leid geriet.
Er gerät auf seinem Lebensweg in unausweichlichen Konflikt mit den
politischen und religiösen Unterdrückern und auch mit jenen Gruppen,
die durch neue Gewalt "Befreiung" erreichen wollen.
Leiden gehörte von Anfang an zum Leben Jesu hinzu.
Im Glauben daran, dass Gott in Jesus selbst den Weg des Leidens gegen alles Leiden geht, und in der Gewissheit, dass er den erschlagenen Gerechten nicht im Tod lässt, erhält dieser Weg seine Würde und seine Hoffnung.
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Jesus lädt uns ein, gegen allen Augenschein auf ihn und den himmlischen Vater zu vertrauen: Setzt eure Hoffnung und eure Zuversicht auf ihn. Dann braucht ihr nicht wegsehen, braucht nicht verdrängen, was euch Angst macht, sondern könnt euch dem stellen, was immer auch kommt - auch dem Leiden, dem Sterben, dem Tod, eurer Angst.
Nicht der Tod behält das letzte Wort - weder über ihn noch über
uns, - sondern Gott, der es Ostern hat werden lassen, der uns in Christus
neues Leben und Zukunft verheißt. Ich wünsche Ihnen in den kommenden
Wochen, dass Sie dies erfahren dürfen, um dann am Ostermorgen mit einzustimmen
in den Lobpreis:
Christus ist auferstanden!
Ihr Pastor Tegtmeyer