Nacht der Kirchen in Hude

Breakdancer in der St. Elisabeth-Kirche
Pastorin Kramer zufrieden: "So stelle ich mir Gemeinde vor"

Unter dem Motto "Kirche in Bewegung - in Kirche Bewegung! Kommt und staunt!" stand die Nacht der Kirchen in der Huder St. Elisabeth-Kirche. Pastorin Dörte Kramer führte durch den Abend mit einem bunten Programm zum Zuhören, Staunen oder Mitmachen.

Um 19 Uhr begann mit "Kommt und hört!" der erste Teil des Programms. Claas Harders und Silke Strauf aus Bremen stimmten die Besucher mit Goldberg-Variationen auf zwei Gamben auf den Abend ein. Nach der rund einstündigen Darbietung boten Konfirmanden Kleinigkeiten zum Essen und Trinken an, bevor um 20.30 Uhr der "Kommt und seht!" überschriebene Hauptprogrammpunkt begann.

Zunächst brachten Breakdancer der Peter-Ustinov-Schule wörtlich Bewegung in die Kirche und begeisterten die vielen Besucher mit einer tollen Darbietung. Danach erzählten junge und alte Menschen aus Hude, was für sie Kirche in Bewegung bringt. Moderne Kirchenlieder und lebendigere Gottesdienste zum Mitmachen wurden ebenso gefordert wie eine Rückbesinnung auf klassische Werte, ein aktueller politischer Bezug in Predigten und dass Kirchen öfter offen sein sollten, um mehr Angebote für Stille zu schaffen.

Schüler der Peter-Ustinov-Schule sagten, was für sie Kirche bedeute: Gemeinschaft, eine tolle Erfahrung oder Stille, aber auch Trauer, Vergangenheit oder gar nichts. Anschließend luden die Schüler die Besucher ein, aufzuschreiben, was für sie Kirche in Bewegung bringe. Mehr Filme, Aktuelles und ein lebendigeres Gemeindeleben standen ebenso auf den "Wunschzetteln" wie ein WC in Kirchennähe. Bewegung kam in die Kirche, als eine Konfirmandengruppe einen Rhythmus vorklatschte und die Besucher zum Mitmachen einlud.

Nach einer kurzen Pause feierte die Jugendbrassband unter Leitung von Alexander Potiyenko ihre Premiere. Zehn Bläserinnen und Bläser im Alter von 11 bis 20 Jahren zeigten unter dem Titel "Kommt und staunt!" ihr Können.
Pastorin Dörte Kramer hatte den Abend zusammen mit Frau Witte, Herrn Rettcher und Herrn Hartrampf vorbereitet und war mit der Resonanz "total zufrieden". Die Stunde unter dem Titel "Kommt und seht!" sei am inhaltsreichsten gewesen. "Ich denke, das hat wirklich Leute bewegt." Dörte Kramer wünscht sich, dass es öfter "eine so lebendige, bewegte Kirche gibt". "Man teilt sich mit und nimmt aneinander teil - so stelle ich mir Gemeinde vor." Allen Mitwirkenden überreichte sie zum Dank Rosen.

Gegen 23 Uhr begann dann mit "Kommt und singt!" der letzte Teil des Abends. Zusammen mit Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinde St. Marien wurden einige Kirchenlieder gesungen. Langsam kamen die Besucher zur Ruhe und lauschten Marlene Eichler, die vier Soli sang. Mit einem Segen und meditativer Orgelmusik endete gegen Mitternacht schließlich die Nacht der Kirchen in Hude.

Tjalke Weber

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