Unsere Zivis in der Diakonie-Sozialstation Hude

Während früher fast kein Weg am Wehrdienst vorbeiführte, ist in den letzten Jahrzehnten der Zivildienst immer häufiger gewählt und damit zu einer wichtigen Stütze des Sozialstaates geworden. Auch in Hude sind daher eine ganze Reihe junger Männer mit pflegerischen und betreuenden Tätigkeiten beschäftigt. Darunter fallen auch wir.

Gleich zu dritt sind wir Zivis in der Diakonie-Sozialstation in der Parkstraße eingesetzt. Meistens ist aber nur ein Zivi vor Ort, weil die Station sich die Zivis mit der Sozialstation Stedingen in Berne teilt. Unsere Aufgaben fallen in erster Linie unter die nicht für jedermann verständliche Abkürzung MSHD, wohinter sich der "Mobile Soziale Hilfsdienst" verbirgt. Mobil ist er, weil die Patienten zuhause betreut werden und wir somit ziemlich mobil sein müssen, um Menschen in der ganzen Gemeinde Hude und teilweise auch in der Wesermarsch zu besuchen. Die soziale Komponente des Dienstes erklärt sich von selbst. Schließlich bedeutet die Formulierung "Hilfsdienst", dass wir uns nicht wie die Stationsschwestern mit der aktiven Pflege der Patienten beschäftigen, sondern vor allem diese betreuen oder ihnen behilflich sind.

Unsere Arbeit mit den Patienten präsentiert sich wie folgt: Wir kaufen für Patienten ein, begleiten sie zu Terminen, unternehmen gemeinsame Spaziergänge, helfen im Haushalt, unterhalten uns und vieles mehr. Mit einigen Patienten unternehmen wir sogar Ausflüge oder gehen ins Schwimmbad. Die Patienten sind dabei sehr unterschiedlich und entsprechen so gar nicht dem Klischee von "alten Leuten". Im Gegenteil, das Alter unserer Patienten reicht von 13 bis 93 Jahren und dürfte im Durchschnitt vermutlich um die 45 liegen. Mit den Patienten beschäftigen wir uns am Tag mal länger und mal kürzer. Niemand hat bisher eine Überarbeitung beklagt, denn die anfallende Menge an Arbeit passt genau auf drei Zivis. Meistens dauern Arbeitstage zwischen 6 und 10 Stunden. Die Zivis sind übrigens nicht nur bei den Patienten eingesetzt, sondern auch in den Stationen, wo sie ebenfalls unverzichtbare Aufgaben wahrnehmen.

Das Arbeitsklima unter uns ist sehr gut, auch wenn die Zivis meistens alleine eingesetzt sind. Auch die Schwestern und die Pflegedienstleitung sind immer freundlich und hilfsbereit. Abschließend muss gesagt werden, dass bisher alle Zivildienstleistenden der Diakonie-Sozialstation ihren Dienst zufrieden beendet haben und ihre Zeit im Hilfsdienst in guter Erinnerung behalten werden.
Übrigens besteht für angehende Zivildienstleistende jetzt wieder eine Möglichkeit, sich bei der Sozialstation zu bewerben, denn ab dem 1.5.2007 wird wieder eine der drei Stellen frei. Für weitere Informationen und Nachfragen stehen wir gerne bereit.

Gunnar Claußen

 

Weitere Informationen