Viele
dachten in Hude schon, es passiert nun nichts mehr. Die Restaurierung eines
Bildfeldes war für alle sichtbar vor fast zwei Jahren begonnen worden
und dann ging es scheinbar nicht mehr weiter. Nun ist die Neufassung des
Pfingstbildes so weit fortgeschritten, dass erkennbar geworden ist, wie
der Altar einmal aussehen wird, wenn er vollständig restauriert ist.
Das Problem des Huder Altars ist folgendes gewesen: Die besondere Kunst dieses Schnitzwerks ist unter einer detailarmen und die Konturen mancher Gesichter verdeckenden Bemalung aus den 50er Jahren verborgen. Die aktuelle und deutlich bessere Rekonstruktion ist von der Restauratorin Tanja Pieper begonnen und vom Restaurator Thomas Kräckel-Hansum abgeschlossen worden. Da die mittelalterlichen Befunde in Hude nur Aussagen zur ursprünglichen Farbwahl zulassen, sind für die Detailgestaltung, Konturen und Ornamente die originalen Gestaltungselemente am Reliquienschrein in Cismar herangezogen worden.
Das Ergebnis ist nun zu besichtigen in einem sehr farbenfrohen und eine größere Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten nutzenden Bildfeld, das der möglichen mittelalterlichen Ursprungsfassung viel näher kommt als der bisherige Zustand:
Augen, in der letzten Fassung nur als Striche angedeutet, sind nach dem Vorbild Cismars wieder vollständig dargestellt; Farbsäume, Muster, Faltenwürfe sind wieder erkennbar; die bisher auf wenige Grundfarben reduzierte Farbpalette ist nun wieder viel breiter angelegt und lässt die Darstellung erst jetzt wieder in ihrer ganzen Räumlichkeit wirken, die ja ihre besondere Stärke ist.
Der
weitere Weg, der nun beschritten werden soll, ist folgendermaßen:
Ab September 2008 soll der Restaurator Thomas Kräckel-Hansum in der
Werkstatt des Landesamtes für Denkmalpflege in Hannover die nur 50
Jahre alte Farbfassung abtragen und sich bis zum mittelalterlichen Befund
vortasten. Ziel ist es, dabei möglichst viel der ursprünglichen
Fassung aufzuspüren, um damit ein getreues Nachbild der ersten Bemalung
entwickeln zu können. Diese Fassung soll dann in enger Kooperation
zwischen Restaurator, Denkmalpflege und Kirchengemeinde aufgebaut werden.
In diesem Zusammenhang sollen auch die notwendigen konservatorischen Maßnahmen
vorgenommen werden. Über die Jahrhunderte sind einige Schäden
am Altar entstanden, die bei dieser Gelegenheit beseitigt werden sollen.
Teil der Planung ist auch, die gesamte Präsentation des Altars neu
zu gestalten, sodass nicht nur die 24 Bildfelder im neu restaurierten Glanz
strahlen werden, sondern dass auch der Altarsockel und das Rahmenwerk den
neuen Gegebenheiten angepasst werden.
Sie können uns dabei auf folgende Weise unterstützen:
Sie können einen Betrag ihrer Wahl zugunsten des Altars spenden:
auf das Konto: 733101 der Volksbank Hude (Blz 28062249).
Sie können die Restaurierung eines ganzen Bildfeldes mit einer Spende von 2000 Euro finanzieren. Wir bringen dann auf der Rückseite ein Namensschild des Spenders an.
Sie können als Unternehmer, Firma, Einrichtung einen namhaften Betrag
(mind. 500 €) spenden und wir machen ihn bekannt in unseren Medien
(Gemeindebrief, Homepage, Presse).
R. Backenköhler