Die
Wandmalerei in der Huder St. Elisabeth-Kirche ist leider weitgehend durch
die 1817 in die Kirche eingebaute Empore (Maibuscher Boden) zerstört
worden. Damals waren die mittelalterlichen Bilder übermalt und unbekannt,
so dass bei einem Türdurchbruch inmitten der Ostwand genau die Stelle
zerstört wurde, wo sich der Körper der Elisabeth befunden haben
muss.
Vom originalen Befund sind nur noch die Bekrönung durch zwei Engel,
der Fußsaum des Gewandes und die ersten Buchstaben des Namens vorhanden.
Kunsthistoriker datieren die Malereien in die Entstehungszeit unserer Kirche,
also in die Zeit um 1300 n. Chr.
Als 1948 die Wandbilder der Mönche in der St. Elisabeth-Kirche freigelegt und restauriert wurden, hat der Delmenhorster Kirchenmaler Hermann Oetken die große Lücke im Elisabethgemälde durch ein von ihm entworfenes Bild Elisabeths geschlossen. Dieses wurde Mitte der 80er Jahre auf Veranlassung der Denkmalpflege wieder entfernt. Als 1991 die Wandmalereien restauriert wurden, hat man sich dann auf Wunsch des Gemeindekirchenrates darauf verständigt, wenigstens eine angedeutete Elisabeth wieder zuzulassen, die erkennen lässt, was ursprünglich aus dem Mittelalter stammt und was später ergänzt worden ist.
R. Backenköhler
Bild links: Die Huder Elisabeth in der Fassung von Hermann Oetken von 1948
Bild rechts: Einer der ursprünglichen Bekrönungsengel
Elisabeths, die trotz des Mauerdurchbruchs 1817 erhalten geblieben sind.